Rauchtee - für Genießer
Rauchtee - eine Spezialität für Genießer
Der Legende nach ist der Rauchtee eher zufällig entstanden, als Arbeiter einer Teefabrik in der Eile schwarzen Tee über offenem Feuer trockneten, statt ihn traditionell trocknen zu lassen.Das Aroma überzeugte, und heute noch, nach Beginn der großen Popularität zu Beginn des 20. Jahrhunderts in England, gilt der sogenannte Rauchtee wegen seiner speziellen Geschmacksnote weltweit als eine besondere Spezialität unter Teeliebhabern - und auch bei Köchen, die den Tee der rauchigen Note wegen gerne als interessante Zutat nutzen, erfreut er sich größter Beliebtheit.
Der Rauchtee entsteht durch seine ganz besondere Art der Trocknung: die Blätter des groben schwarzen Tees werden im Rauch von Kiefernwurzeln oder besonders harzhaltigem Fichtenholz geräuchert. Anschließend werden die Blätter in einer Pfanne fein geröstet, und zuletzt in Bambuskörben nochmals über dem Feuer fertig geräuchert. Auf diese Weise entsteht der einzigartig rauchige Geschmack des erlesenen Tees und der unvergleichliche Geruch, der Lagerfeuerromantik und Gemütlichkeit aufkommen lässt.
Der Rauchtee kommt hauptsächlich aus China. Im dortigen Wuyi-Gebirge, in der Provinz Fujian, wird der original Lapsang Souchong hergestellt. Durch die große Nachfrage weltweit wird diese Teesorte inzwischen aber auch in anderen Regionen Chinas produziert. Auch in Rußland gibt es Plantagen, in denen der beliebte Rauchtee hergestellt wird. Der berühmteste Vertreter ist der russische Karawanentee, der in Rußland gerne mit kandierten Früchten zu einem kulinarischen Erlebnis wird.
Rauchtee kann ausgezeichnet mit anderen Schwarzen Tees gemischt werden, wenn die rauchige Note alleine zuviel erscheint - auf diese Weise erhält auch die neue Mischung etwas vom typisch würzigen Geschmack und Duft.
Wie auch bei anderen Schwarzen Tees gilt beim Rauchtee die Faustregel: unter 3 Minuten gezogen wirkt der Tee anregend, bei einer Ziehdauer um die 5 Minuten entfaltet der Tee eine angenehm entspannende Wirkung.
Eine weitere, willkommende Besonderheit des Rauchtees ist, dass er auch bei einer längeren Ziehdauer nicht dazu neigt, bitter zu werden - somit ist er ausgezeichnet zum Gebrauch im Samowar geeignet.